Energiesparinfos

Womit wird die Wohnung warm?

Laut Auskunft des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden die meisten Wohnungen in Deutschland mit Erdgas be-heizt. Das geht aus einer aktuellen, vorläufigen Statistik des BDEW für das Jahr 2008 hervor.
Demnach sorgt in 48,5 Prozent aller Wohnungen Erdgas für warme Räu-me. Das sind rund 0,1 Mio. mehr als im betrachteten Vorjahr 2007. Heizöl sinkt um 0,3 Prozent auf 30,0 Prozent Marktanteil.
Fernwärme blieb auf konstantem Niveau: 12,5 Prozent aller Wohnungen nutzen diese Art der Beheizung. Der Anteil der Kohleheizungen stagnierte mit 3,0 Prozent, lediglich Stromheizungen legten um 0,1 Prozent zu. Hierzu zählen hauptsächlich Strom-Wärmepumpen.
Laut BDEW-Statistik stieg die Verbreitung der Heizenergie Erdgas am stärksten. Der Verband rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Gründe dafür liegen in den vergleichsweise geringen Anschaffungs-kosten von Erdgas-Brennwertheizungen und den attraktiven Energiespar-lösungen von Brennwert- mit kombinierter Solarwärmenutzung.

 

 

Gasbrennwertkessel vom Staat gefördert

Zum Jahresbeginn 2009 hat die KfW Förderbank zusätzliche Energiespar-maßnahmen in ihre Förderprogramme aufgenommen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird jetzt unter anderem auch der Einbau einer Erdgas-Brennwertheizung als Einzelmaßnahme gefördert.
Gleich zwei der von der KfW aufgelegten Förderprogramme unterstützen ab sofort den Einbau eines modernen Gasbrennwertkessels: zum einen das Programm Wohnraum Modernisieren und das CO2-Gebäudesanie-rungsprogramm.
In die Öko Plus-Variante des Programms Wohnraum Modernisieren wurde die Umstellung auf Erdgas-Brennwerttechnik neu aufgenommen. So können Heizungsmodernisierer von zinsgünstigen und flexiblen Krediten profitieren.
Der BDEW rät jedoch allen, die ihre Heizung erneuern wollen, zunächst das CO2-Gebäudesanierungsprogramm in Anspruch zu nehmen. Hier sind die Zinssätze für Darlehen noch attraktiver. Alternativ gibt es auch eine Zuschussvariante.
Neu ab 2009 im CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist, dass nun auch die Installation eines Erdgas-Brennwertkessels zu den geförderten Einzelmaßnahmen zählt, bei denen man zwischen der Darlehens- und der Zuschussvariante wählen kann. Bislang war dies nur im Verbund mit anderen Energiesparmaßnahmen möglich. Fünf Prozent der Investitionssumme in eine neue Heizungsanlage (maximal 2.500 Euro) können Hausbesitzer ab sofort als Zuschuss erhalten. Voraussetzung ist, dass die Investitionssumme mindestens 6.000 Euro beträgt und das Gebäude nicht nach 1994 erstellt wurde.
Auch begleitende Maßnahmen wie die Entsorgung des alten Heizkessels, die Anpassung des Schornsteins an das neue Brennwertsystem oder die Erneuerung von Heizkörpern und Rohrleitungen sind nach Angaben des BDEW förderfähig. Anträge müssen bei der KfW vor Modernisierungsbeginn gestellt werden.
Zuschüsse für Gasbrennwertkessel gibt es nach wie vor auch im Rahmen des Marktanreizprogramms beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Bedingung ist, dass bei einer Heizungserneuerung neben dem Brennwertkessel auch eine Solaranlage installiert wird. Wird diese zur Warmwasserbereitung eingesetzt, gibt es 375 Euro für den energiesparenden Heizkessel dazu. Bei der solaren Heizungsunterstützung sind es sogar 750 Euro. Anders als beim KfW-Programm erfolgt die Antragstellung nach der Modernisierungsmaßnahme.Wie der BDEW mitteilt, können die verschiedenen Darlehen und Zuschüsse ohne weiteres kombiniert werden. Damit ergeben sich für die Erneuerung der alten Heizung derzeit höchst attraktive Rahmenbedingungen. Rasches Handeln wird also belohnt.
Quelle BDEW

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