Falsche Rechnungen und Anbieter, die sich als EWG-Mitarbeiter ausgeben

EWG warnt erneut vor Betrugsversuchen

Erneut warnen die Elektrizitätswerk Goldbach-Hösbach GmbH & Co. KG ihre Kunden vor Betrügern. Auf vielfältige Weise versuchen diese, Lieferverträge für fremde Anbieter abzuschließen oder mittels gefälschter Rechnungen an Geld zu kommen.

„In letzter Zeit hören wir wieder vermehrt von unseriösen Anbietern, die auf Kundenfang sind. Am Telefon oder direkt bei den Kunden zu Hause geben sich diese als Mitarbeiter der EWG aus. Sie haben das Ziel, einen neuen Stromliefervertrag bei einem fremden Anbieter abzuschließen“, erklärt Alex Schalkhas, Geschäftsführer der Elektrizitätswerk Goldbach-Hösbach GmbH & Co. KG.

Die Masche ist ganz unterschiedlich: Einmal heißt es, man könne mit dem neuen Abschluss eine Preiserhöhung umgehen und so Geld sparen. Oder es wird von einem erforderlichen Datenabgleich gesprochen, der routinemäßig durchgeführt werden muss. Letztlich geht es den unseriösen Anbietern darum, an persönliche Daten zu gelangen. Damit kann der alte Vertrag gekündigt und ein neuer bei einem anderen Anbieter abgeschlossen werden – oft ganz ohne Kenntnis oder Absichtserklärung der Betroffenen. Diese neuen Verträge sind in vielen Fällen mit deutlich schlechteren Konditionen und langen Laufzeiten verbunden.

Nur um Geld geht es Betrügern in zwei andersgearteten Fällen. Einmal melden sich angebliche EWG-Techniker vor Ort bei Kunden und teilen mit, dass es einen Wasserschaden gäbe. Um die Reparatur durchführen zu können, müssten die Betroffenen die Leitung leer laufen lassen. Den entstandenen Schaden durch das verlorene Wasser wolle man vor Ort begleichen. Die Summe belaufe sich zwischen 50 und 100 Euro. Man habe aber nur einen 500-Euro-Schein und bittet um Wechselgeld.

Zum anderen erhalten Verbraucher Rechnungen für angeblich erfolgte Tätigkeiten eines Servicetechnikers am Stromzähler vor Ort. Der genannte Zahlungsempfänger hat seinen Sitz in Belgien. Dazu fordert dieser die Empfänger auf, diesen „Service“ regelmäßig im Jahr durchführen zu lassen, um eine einwandfreie Nutzung zu gewährleisten.

„Alles ist frei erfunden: Im ersten Fall handelt es sich bei den 500-Euro-Scheinen immer um Falschgeld. Somit bereichern sich die Betrüger um das Wechselgeld in Höhe von einigen Hundert Euro. Und auch die Geschichte mit den Zählern ist völlig aus der Luft gegriffen. Wir empfehlen, solche Schreiben genau zu prüfen, denn damit haben wir genau so wenig zu tun, wie mit den Drückerkolonnen. Daher raten wir in jedem Fall zu erhöhter Aufmerksamkeit, sollten Kunden diesbezüglich unaufgefordert angesprochen werden. Auch sollte man wissen, dass wir keine unerwünschten Haustürgeschäfte oder Telefonwerbung machen. Letzteres ist sogar gesetzlich untersagt. Wenn wir in Kontakt mit unseren Kunden treten, fragen wir keine persönlichen Daten ab. Und sollten wir einmal vor der Tür stehen, können sich unsere Mitarbeiter immer ausweisen“, so Schalkhas weiter.

Ganz wichtig ist es also im Falle eines ähnlichen Anrufs oder Besuchs Vorsicht walten zu lassen. Man sollte nicht voreilig persönliche Daten preisgeben, nach Möglichkeit Name, Telefonnummer und Adresse des Gegenübers in Erfahrung bringen und sich vergewissern, dass man nicht übereilt einer Änderung des Vertrags zustimmt.
 

PDF 20170613_PM_Unseriöse_Stromanbieter.pdf

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